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Aufruf gegen SexarbeiterInnen-Registrierung

20. August 2014

 
Dona Carmen, der Frankfurter Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten, hat einen Aufruf gegen die nach einem Papier des Bundesfamilienministerium beabsichtigte Registrierung von Sexarbeiterinnen veröffentlicht:

„Solange Sexarbeiter/innen durch zahlreiche Sonderbestimmungen im Straf-, Ordnungs-, Polizei- und Ausländerrecht immer noch rechtlich diskriminiert und gesellschaftlich stigmatisiert werden und ihnen dadurch die Gleichbehandlung mit anderen Berufsgruppen verweigert wird, solange nehmen davon Betroffene vollkommen zu Recht den Schutz der Anonymität für sich in Anspruch. […] Zwangsregistrierung bedeutet Zwangsouting! Oder Abdrängung in die Grauzone der Illegalität! Eine Wahl zwischen Cholera und Pest.“

Soweit, so plausibel und unterstützenswert.1

  1. Der historische Verweis auf den NS scheint mir allerdings etwas lax dahingeworfen zu sein: „Die letzte staatlich verordnete Erfassung von Prostituierten erfolgte unter den Nationalsozialisten im Runderlass des Reichsinnenministers von 1939! Hat die Bundesregierung aus der Geschichte nichts gelernt?“ – so als ob nun gerade die Erfassung von Prostituierten etwas spezifisch Nationalsozialistisches gewesen wäre… []
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